28.04.2004
09:26 Uhr
Kerstin Reisenhofer
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   Ich nahm mein Herz in die Hand
von Kerstin Reisenhofer

Wahrscheinlich sind einige von euch überrascht über das, was folgt. Denn meine vergangenen Beiträge hörten sich relativ positiv an. Dennoch habe ich mich vor einer Woche zu einem sehr schweren Entschluss durchgerungen: Ich habe dem Skirennsport adieu gesagt.

Schwierige Zeit:
Die Erkenntnis, dass ein Ende des Leistungssports das Beste für meine Gesundheit ist, erlangte ich langsam. Täglich fragte ich mich hunderte Male, wie meine Zukunft aussehen soll. Es war eine sehr schwierige Zeit, da mich auch viele Menschen mit Fragen konfrontierten, die ich mir selbst nicht beantworten konnte.

Neuer Weg wird eingeschlagen:
Eigentlich hatte ich mir den August als Zeitlimit für meine Entscheidung, ob ich weiterfahre oder nicht, gesetzt. Ich wollte unbedingt ein paar Versuche auf Schnee durchführen.
Letztlich aber wusste ich bereits im Innersten, dass ich einen neuen Weg einschlagen werde. Ich wollte es aber nicht wahrhaben.

Sorgenvolle Atteste der Ärzte:
Am Ende waren die sorgenvollen Atteste mehrerer Ärzte ausschlaggebend für die verfrühte Beendigung meiner Karriere. Sie waren sich darin einig, dass ich mir den Knorpel, den ich im rechten Knie noch habe, behalten sollte.

Voller Neugier in die Zukunft:
Ihr könnt mir glauben, dass es alles andere als leicht für mich war. Denn immerhin arbeitete ich meinem bisherigen Leben auf ein Ziel hin: den Weltcup. Doch seit die Entscheidung gefallen ist, schlafe ich wieder gut. Ich trauere nichts nach, sondern sehe voller Neugier in meine Zukunft.

Und wenn ihr auch neugierig darauf seid, werde ich euch mit größter Freude weiterhin mit Episoden aus meinem Leben vergnügen.


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